Presse

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Wolfratshauser SZ vom 28. April 2016

Hospizverein braucht neue Leitung

Vorstandswahl mangels Kandidaten vertagt. Die Aufgaben haben stark zugenommen

Von Thekla Krausseneck

Geretsried - Der Christophorus-Hospizverein Bad Tölz-Wolfratshausen hat seit Dienstagabend nur noch einen kommissarischen Vorstand: Vorsitzende Barbara Mehlich, ihr Stellvertreter Bernhard Pletschacher, Schatzmeisterin Mechthild Felsch und Schriftführern Frauke Baumgarten sind bei der Mitgliederversammlung nicht mehr zur Neuwahl angetreten. Weil es noch keine Nachfolger gab, mussten die Wahlen verschoben werden. Der Vorstand muss noch so lange im Amt bleiben, bis neue Kandidaten gefunden worden sind, so schreibt es die Satzung vor.

"Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, wir sind nicht führerlos", sagte Alfred von Hofacker, langjähriges Mitglied und Jurist, der den rund 20 Teilnehmern der Mitgliederversammlung die Lage erläuterte und dabei auf betroffenes Schweigen stieß. Man habe bereits vor der Versammlung nach neuen Kandidaten gesucht, selbst unter Nicht-Mitgliedern - obwohl sich der Vorstand eigentlich aus dem Kern der Mitglieder zusammensetzen sollte, wie von Hofacker betonte. Wie lange dieser Schwebezustand anhalten werde, konnte der Jurist nicht konkretisieren: "So lange, bis ein Nachfolger gefunden worden ist." Ungewöhnlich sei es nicht, dass so etwas passiere, sagte von Hofacker. In den heutigen Zeiten sei es immer schwierig, ehrenamtliche Ämter zu besetzten, "selbst beim Kaninchenzüchterverein".

Mehlich hatte den Verein vier Jahre lang geleitet, jetzt wolle sie wieder mehr Zeit haben für ihre Familie, sagte von Hofacker in seiner Laudatio. Dem Verein werde sie in beratender Funktion erhalten bleiben. Ihre große Stärke sei der Umgang mit Menschen gewesen, eine Fähigkeit, die sie sich als Seelsorgerin im Wolfratshauser Krankenhaus erworben habe. Den Vorsitz des Vereins, eine schwierige und dynamische Aufgabe, habe sie 2012 als "Außeneinsteigerin" übernommen, sagte von Hofacker. Da der Verein und die Herausforderungen der Hospizarbeit in den vergangenen vier Jahren ständig gewachsen seien, wollte man die Arbeit künftig nicht mehr auf nur vier Schultern verteilen, sondern zusätzlich einen Beirat installieren, sagte von Hofacker. Wie genau der aussehen und welche Aufgaben er übernehmen werde, soll in den kommenden Wochen intern beraten werden. Er soll dann gemeinsam mit dem Vorstand gewählt werden.

Die 42 ehrenamtlichen Hospizbegleiter des Vereins kümmerten sich im vergangenen Jahr um 65 sterbenskranke Menschen - "ein sehr starker Anstieg", denn 2014 seien es nur 44 Begleitungen gewesen, sagte Karin Stadler, Einsatzleiterin des Palliative Care Teams. Den Grund dafür sehe sie in der starken Präsenz der Themen Hospiz und Palliativversorgung in den Medien, außerdem gebe es inzwischen zahlreiche Zuweisungen durch den 2015 gegründeten Opal-Dienst. In 35 Fällen waren die Hospizbegleiter auf der Palliativstation der Wolfratshauser Klinik im Einsatz.

Das Opal-Team - kurz für: Oberland Hospiz- und Palliativversorgung GmbH - bietet eine ambulante Versorgung sterbender Menschen an, um diesen einen Tod in würdiger und vertrauter Umgebung zu ermöglichen. Die gemeinnützige Gesellschaft wird vom Christophorus-Hospizverein, der Kreisklinik Wolfratshausen, dem Hospizkreis Miesbach und dem Krankenhaus Agatharied getragen und hat in ihrem Gründungsjahr bereits 120 Patienten versorgt. Im Jahr 2016 soll sich die Zahl knapp verdoppeln. Gut 35 Prozent aller betreuten Patienten werden den Hospizvereinen zugewiesen, sagte der stellvertretende Vorsitzende Pletschacher.

Die Einnahmen des Vereins sind derweil gestiegen: 92 000 Euro hat er 2015 eingenommen, 9000 Euro mehr als im Vorjahr. Mit 50 400 Euro wurden genau 6000 Euro mehr Fördergelder auf das Konto des Vereins eingezahlt - weil sich erstmals auch die privaten Krankenkassen beteiligen. Der Hospizverein hatte zum 1. April dieses Jahres 283 Mitglieder, darunter 222 Frauen.

2017
Süddeutsche Zeitung vom 13. Juni 2017 Begleitung am Ende des Lebens AWO-Seniorenzentrum schließt Vertrag mit Hospizverein Das Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Wolfratshausen hat einen Kooperationsvertrag mit dem Christophorus Hospizverein abgeschlossen. Es gehe darum, den Bewohnern des Seniorenzentrums am Lebensende besser beistehen zu können,... Münchner Merkur vom 07. Juni 2017 Für ein Leben in Würde bis zuletzt Hospizverein und AWO-Seniorenzentrum schließen Vertrag – der längst gelebt wird Wolfratshausen – „Auf Sterben in Würde gibt es einen rechtlichen Anspruch“: Das ist das Credo der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Um den Bewohnern des AWO-Seniorenzentrums am Wolfratshauser... Münchner Merkur vom 02. Januar 2017 spende aus Benefizaktion Mit großer Freude und Dankbarkeit überreichten 1. Vorstand Paul Miller vom Trachtenverein D’Wendlstoana Thanning zusammen mit Kassierin Sonja Bentz den Erlös aus dem diesjährigen Benefizkonzert „A Stund im Advent“ in Höhe von 2100 Euro an Mechthild Felsch...
2016
Münchner Merkur vom 06. Dezember 2016 Erst Schrank, dann Sarg Peter Braun ist Pragmatiker: „Wenn jemand im Dorf so eine einfache Kiste will, dann ist jemand da, der sie baut“, sagt der 59-jährige Zimmerer aus Holzhausen (Gemeinde Münsing). Zuvor kann der Sarg als Vorratsschrank (im Hintergrund) genutzt werden. Fotos: Hans Lippert Zimmerer... Süddeutsche Zeitung vom 03. Dezember 2016 Garanten einer freien Gesellschaft Die Preisträger Johann Eberl (l.), Alfred von Hofacker (2.v.l.), Max Kiechle (3.v.l.), Georg Aschenloher (r.) mit Klaus Koch (4.v.r.), Brigitta Brunner und Josef Niedermaier (2.v.r.). Foto: Harry Wolfsbauer Von Ingrid Hügenell Benediktbeuern - Vier Männer sind am Donnerstagabend mit... Münchner Merkur vom 02. Dezember 2016 Die Würde des Menschen ist unantastbar „Diese Arbeit ist für mich eine Selbstfindung.“ Foto: WEB Icking – „Jeder Mensch hat das Recht auf ein Sterben unter würdigen Umständen.“ Dieses Zitat steht geschrieben auf der Internetseite des Christophorus Hospizvereins Bad Tölz-Wolfratshausen. Vielleicht... Süddeutsche Zeitung vom 02. Dezember 2016 Ein hohes Maß an Mitgefühl Auch Männer verfügten über soziale Kompetenz, sagt Alfred von Hofacker. Sie sollten auch mehr soziale Aufgaben übernehmen. Hofacker selbst tut das auf vielfältige Weise. Foto: Harry Wolfsbauer Icking - Die Frage hat sich Alfred von Hofacker selbst unzählige Male gestellt:... Münchner Merkur vom 04. November 2016 Die Chefin macht’s nochmal Der neu gewählte Vorstand des Christophorus Hospizvereins: (v. li.) Schriftführerin Frauke Baumgarten, Schatzmeisterin Mechthild Felsch , Erste Vorsitzende Barbara Mehlich und Zweiter Vorsitzender Hans Lenhardt. Foto: Herrmann Geretsried – Sie will zurücktreten: Das kündigte... Süddeutsche Zeitung vom 03. November 2016 Barbara Mehlich bleibt doch Mit einem Beirat war Barbara Mehlich bereit weiterzumachen. Foto: Harry Wolfsbauer Geretsried - Die Krise ist abgewendet: Barbara Mehlich hat den Vorsitz des Christophorus-Hospizvereins Bad Tölz-Wolfratshausen nun doch ein zweites Mal übernommen. Hätte sie sich anders entschieden, hätte... Wolfratshauser SZ vom 28. April 2016 Hospizverein braucht neue Leitung Vorstandswahl mangels Kandidaten vertagt. Die Aufgaben haben stark zugenommen Von Thekla Krausseneck Geretsried - Der Christophorus-Hospizverein Bad Tölz-Wolfratshausen hat seit Dienstagabend nur noch einen kommissarischen Vorstand: Vorsitzende Barbara Mehlich, ihr Stellvertreter Bernhard Pletschacher,... Isar-Loisachboten und Geretsrieder Merkur vom 28. April 2016 Mit leeren Händen und offenen Herzen Kein Nachfolger in Sicht: Barbara Mehlich (re.), Vorsitzende des Hospizvereins, muss ihren Rücktritt verschieben. Foto: Pöstges Christophorus-Hospizverein betreute vergangenes Jahr deutlich mehr Schwerkranke – Suche nach einem neuen Vorstand Geretsried – 283 Mitglieder – darunter 222... Wolfratshauser SZ vom 25. April 2016 Geld für soziale Projekte Eine Gesamtspende von 25 000 Euro hat Hans Jürgen Wernicke (3. v. li.) vom Lions Club München-Isartal an acht Vereine und Einrichtungen überreicht. Foto: oh Lions Club überreicht Spenden von insgesamt 25 000 Euro Wolfratshausen - Es ist eine erkleckliche Summe, die der Lions Club...
2015
Wolfratshauser SZ vom 15. Oktober 2015 „So etwas gibt’s doch gar nicht!“ Königsdorf liegt am Fuß der Zugspitze – zumindest auf dieser Aufnahme, die Bernd Römmelt von Peretshofen aus gemacht hat. Das Bild schmückt die Titelseite des neuen Fotobands „Faszinierendes Tölzer Land“, der im Rosenheimer Verlagshaus erschienen ist.Foto:Bernd Römmelt/OH „In Deining... Isar-Loisachboten und Geretsrieder Merkur vom 15. Oktober 2015 Authentisch, witzig, typisch "Faszinierendes Tölzer Land" heißt das neue Buch von Georg Unterholzner. Der Bildbandmit rund 26 "bärigen" Anekdoten aus dem Landkreis wird mit einer Lesung am Donnerstag, 22. Oktober, beim Kramerwirt in Arzbach vorgestellt. Einige Geschichten daraus werden an diesem Abend... Das Gelbe Blatt vom 10. Oktober 2015 Ängste zum Lebensende mildern Welthospiztag am kommenden Samstag / Sprechstunden des Christophorus Hospizvereins Geretsried - "Sterben gehört zum Leben", so Barbara Mehlich, die Vorsitzende des Christophorus Hospizvereins Bad Tölz-Wolfratshausen. "Schwerstkranke und sterbende Menschen diese letzte Zeit ihres... Isar-Loisachboten und Geretsrieder Merkur vom 10. Juli 2015 "Opal" begleitet Sterbenskranke zu Hause - Positive Bilanz nach zwei Monaten - Förderung vom Freistaat Bad Tölz-Wolfratshausen   Ein Opal ist ein Mineral, aus dem Sclunuckstücke hergestellt werden. Die Dienste von "Opal" in Bad Tölz können für die Betroffenen und ihre Angehörigen... Wolfratshauser SZ vom 05. Juli 2015 Hospiz- und Palliativversorgung wird gefördert Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml übergibt neuem ambulanten Team in Bad Tölz 15000 Euro Bad Tölz – Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) unterstützt verstärkt die ambulante Versorgung schwerstkranker Menschen im Freistaat. Aus diesem...