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Münchner Merkur vom 07. Juni 2017

Für ein Leben in Würde bis zuletzt

Hospizverein und AWO-Seniorenzentrum schließen Vertrag – der längst gelebt wird

Wolfratshausen – „Auf Sterben in Würde gibt es einen rechtlichen Anspruch“: Das ist das Credo der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Um den Bewohnern des AWO-Seniorenzentrums am Wolfratshauser Paradiesweg an ihrem Lebensende noch besser beistehen zu können, haben der Leiter des Demenzzentrums, Dieter Käufer, die Sozialdienstleiterin der Einrichtung, Gabi Strauhal, und die Vorsitzende des ambulanten Hospizdienstes des Christophorus-Hospizvereins, Barbara Mehling, einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.

„Der ambulante Hospizdienst begleitet Menschen, wo sie leben – also auch in einer Senioreneinrichtung“, erklärt der Vize-Vorsitzende des Christophorus-Hospizvereins, Hans Lenhardt. Die AWO-Mitarbeiter seien stets erfreut, wenn die ehrenamtlichen Hospiz-Helfer die Einrichtung in der Loisachstadt besuchen, „um sie bei der Betreuung und Begleitung zu unterstützen“, so Lenhardt. „Im stationären Alltag würden wir uns oft gerne mehr Zeit nehmen. Deshalb sind die ehrenamtlichen Hospiz-Mitarbeiter eine Hilfe für uns und werden von unseren Mitarbeitern mit offenen Armen begrüßt“, bestätigt Gabi Strauhal.

Genau genommen leben AWO und Christophorus-Hospizverein die nun offiziell geschlossene Kooperation schon seit sieben Jahren: „Schwerstkranke und sterbende Menschen sollten auch im Demenzzentrum in Wolfratshausen auf ihrem letzten Stück Lebensweg bestmöglich begleitet und bis zuletzt ein Leben in Würde führen können“, sagt Lenhardt. So habe man 2010 eine Zusammenarbeit begonnen, die nun vertraglich besiegelt wurde.

Die ehrenamtlichen Hospiz-Mitarbeiter werden auf ihren Einsatz im Demenzzentrum gezielt vorbereitet und von hauptamtlichen Hospizfachkräften, Einsatzleiterin Karin Stadler und Palliativ- Fachkraft Elke Holzer begleitet. Ihre Ansprechpartnerin im AWO-Seniorenzentrum ist Pflegedienstleiterin Sandra Münch.  

2017
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2016
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2015
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